Sculpteo druckt erstes voll funktionsfähiges Fahrrad

Eine kleine Sensation auf der CES in Las Vegas war das „Sculpteo Bike Project“. Für unser 3D-Netzwerkmitglied Sculpteo ist das Bike ein „Proof of Concept“, die vollständige Integration von Materialien, in dem Fall Metallen, und Technologie, dem 3D-Druck und dem Laserschnitt.

Entworfen wurde das Bike von den beiden Industriedesignern Alexandre d’Orsetti und Piotr Widełka. Mit dem Design und der Fertigung des Bikes verfolgte das Unternehmen drei Ziele. Einerseits ging es darum, in einem funktionalen Objekt, alle zahlreiche Materialen und Technologien zu vereinen. Anderseits demonstriert Sculpteo die Möglichkeiten digitaler Fertigung in Form echter, funktionaler Objekte. Und darüber hinaus zeigt auch der neue Design Service des Unternehmens, „Sculpteo Studio“ sein Können.

Auf der Homepage des Unternehmens gibt Alexandre d’Orsetti einen Einblick in die Entwicklung: „Wir verwendeten mehrere 3D-Drucktechnologien (SLS, DMLS, CLIP), Inox, Aluminium und Leder Laserschneiden und CNC für die Montage. DMLS (Metall 3D-Druck) in Titan war wirklich neu für uns, und wir hatten viele Diskussionen über die Ergebnisse und die Design-Einschränkungen, die mit dieser Technologie in Verbindung gebracht werden.“

Wie das Unternehmen erklärt, stammen rund 70 Prozent der Teile des Sculpteo-Bikes aus hauseigenen Maschinen. Dazu zählen beispielsweise ein 3D-Drucker, der unter anderem Teile aus Aluminium, Titan und Stahl drucken kann sowie eine Laserschneidemaschine. Zwei Monate soll es gedauert haben, das Fahrrad zu entwerfen und herzustellen.

Ob sich der Fahrradbaukasten aus dem 3D-Drucker schon bald zu einer bezahlbaren Alternative gegenüber Serienprodukten entwickelt, bleibt abzuwarten. Der Prototyp kostete das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 4.000 Dollar. Schlägt das Design ein und stellt sich die entsprechende Nachfrage ein, können die Produktionskosten nach unten korrigiert werden.

Foto oben: Sculpteo