Tobias Gerbracht – zweifacher Bundessieger Jugend forscht

Tobias Gerbracht aus Wuppertal hat im Jahr 2016 mit seinem Projekt „Bau eines Augmented-Reality-Projektors für innovatives Visual Marketing“ den Jugend forscht Bundessieg im Fachgebiet Arbeitswelt erhalten und im Jahr 2017 für sein Projekt „Entwicklung einer innovativen Messvorrichtung für ein effizientes Umweltmonitoring“ den fachübergreifenden Bundessieg für die „Beste interdisziplinäre Arbeit.

Wie viele kleine Jungen baut Tobias Gerbracht im Grundschulalter mit Fischertechnik-Kästen erste Modelle und entdeckt so seine Leidenschaft für das Konstruieren. Inzwischen sind viele Jahre vergangen. Die Begeisterung für das Bauen und Entwickeln ist geblieben, die Technik jedoch wesentlich komplexer geworden. Vor allem Zukunftstechnologien haben es dem Tüftler angetan, insbesondere die Augmented Reality, bei der durch die positionsgenaue Integration digitaler Inhalte eine „erweiterte Realität“ erzeugt wird.

In diese Kategorie fällt auch das Projekt, mit dem Tobias Gerbracht in der 51. Wettbewerbsrunde (Mai 2016) von Jugend forscht erfolgreich an den Start gegangen ist: Er präsentierte einen selbst konstruierten Augmented-Reality-Projektor, der durch mehrfach umgelenkte Lichtstrahlen virtuelle Objekte im dreidimensionalen Raum erzeugt. Diese holografische Darstellung ermöglicht die Wahrnehmung aus einem großen Blickwinkel, ohne dass die Betrachter dafür eine Spezialbrille tragen müssen. Um das Gehäuse so kompakt wie möglich zu bauen, hat Tobias Gerbracht spezielle Software und Rechenverfahren eingesetzt. Mit diesem zum Patent angemeldeten Projektor sicherte er sich den Jugend forscht Bundessieg 2016 im Fachgebiet Arbeitswelt!

Tobias Gerbracht nutzt diese dreidimensionale Darstellung von Objekten für besonders eindrucksvolle Marketing-Präsentationen auf Messeständen, so z.B. präsentierte er eine Zange unseres 300. Netzwerkmitglieds KNIPEX-Werk – Gustav Putsch KG in Form einer virtuell-realen Überlagerung.

Auch im Jahr 2017 trat Tobias Gerbracht beim Forschungswettbewerb Jugend forscht an. Mit seinem neuen Projekt „Entwicklung einer innovativen Messvorrichtung für ein effizientes Umweltmonitoring“ konnte er die Jury beim Bundesfinale im Mai 2017 in Erlangen kategorienübergreifend überzeugen. Er erhielt den für ihn persönlich wertvollsten Bundessieg für „die beste interdisziplinäre Arbeit“ und zusätzlich den Klimaschutz-Sonderpreis des Bundesumweltministeriums. Damit ist er in der 52-jährigen Jugend forscht Geschichte mit über 260.000 Teilnehmern der erste Schüler, dem es alleine gelungen ist, in zwei aufeinander folgenden Jahren in unterschiedlichen Kategorien Bundessieger zu werden.

Als Besonderheit hat Tobias Gerbracht sein Projekt über CAD-Systeme detailgetreu nachkonstruiert, um Interessenten die Möglichkeit zu geben, den Projektaufbau mit Hilfe der VR-Brille Oculus Rift virtuell und interaktiv zu erkunden.

Auch das 3D-Netzwerk unterstützt der Jungforscher bereits. Er wurde für die Konstruktionsarbeiten des atemberaubenden Elektrosportwagens EVEX 910 eingebunden und hat diesen als Virtual Reality (VR) Modell nachkonstruiert. Nun kann sich ein Betrachter die VR-Brille (Oculus Rift) aufsetzen und erlebt das Fahrzeug in einer virtuellen Umgebung. Er kann um das Auto herumgehen und sich hineinsetzen. Das Besondere an diesem Projekt: Man kann Objekte wie das Lenkrad, eine Felge oder einen Rückspiegel greifen, neu positionieren oder austauschen. Außerdem erstellte Tobias Gerbracht die für den 3D-Druck dieser Komponenten benötigten Files. Das 3D-Netzwerk präsentiert dieses Projekt u.a. auf der Hannover-Messe 2017!

Kontakt:
Tobias Gerbracht
Zweifacher Bundessieger Jugend forscht
Scheidtstraße 71
42369 Wuppertal
Telefon: 0176 4756 2889
E-Mail: tobias.gerbracht@web.de

3D-Drucker
Ultimaker 2
CAD-System
Inventor, Fusion 360, AutoCAD, SketchUp, SolidEdge

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