Serienfertigung mit 3D-Druckern? Kein Problem. Und es kommt noch besser…

Die Bergische Struktur- und Wirtschaftsgesellschaft hatte kurz vor Weihnachten einen Wunsch:
Für die BOE, die internationale Fachmesse für Erlebnismarketing am 10. Januar in Dortmund, benötigte man als Give-Aways ein paar hundert Exemplare eines 3D-Modells von Schloss Burg.

In so kurzer Zeit gibt es für so eine kurzfristige Anforderung nur eine Lösung und die heißt 3D-Druck. Zur Aufgabe gehörte, das Modell aus klarem, transparentem Kunststoff herzustellen. Das 3D-Netzwerk verfügt selbst über einen Form 2 3D-Drucker (Hersteller: 3D-Netzwerkmitglied Formlabs), mit dem die filigrane Struktur des Objektes zügig gedruckt werden konnte.

Der Form 2 kombiniert industrielle Qualität mit hoher Benutzerfreundlichkeit. Im Desktop-Format liefert das Gerät hochauflösende Drucke zu einem Bruchteil des Preises, der für Stereolithographie (SLA) noch vor kurzem üblich war. Beim Stereolithographie-3D-Druck wird ein lichtaushärtender Kunststoff (Kunstharz) von einem Laser in dünnen Schichten ausgehärtet.

Mit Unterstützung unseres 3D-Netzwerkmitglieds EXCIT3D GmbH, das für die 3D-Druck gerechte Konstruktion und Nachbearbeitung sorgte, haben wir in aller Kürze die Serienproduktion gestartet. Tatsächlich konnte diese mit nur einem einzigen Form 2 pünktlich beendet werden.

Damit haben wir aber nur einen Teil der Möglichkeiten des 3D-Drucks ausgespielt. Statt 300 mal dasselbe Modell zu fertigen, hätten es auch 300 unterschiedliche Exemplare sein dürfen. Zusatzkosten dafür:  Null Euro.  Man stelle sich vor, was dagegen 300 unterschiedliche Gussformen kosteten.

Wir zeigen hier in Kürze, wie wir am Beispiel des 3D-Modells von Schloss Burg, die Möglichkeiten des 3D-Drucks zur Fertigung ganz unterschiedlicher Varianten nutzen.

Mittels 3D-Druck werden Produkte hergestellt, wann, wo und wie sie gebraucht werden. Wie die Additive Fertigung die bisherigen Gesetze der Produktion auf den Kopf stellt, zeigen unsere 7 Thesen zur Revolution der Fertigung durch 3D-Druck.